Hans-Dieter Bahr 
Die Anwesenheit des Gastes 

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Gleich welchen Geschlechts, welchen Alters, welcher Ethnie zugehörig, einerlei an welchem Ort und zu welcher Zeit kann der Gast der Einheimische, Vertraute, Freund ebenso sein wie der Fremde, der Unbekannte, sogar der Feind. Als Herr wie als Knecht, als Meister wie als Schüler kann eine Person als Gast empfangen sein, privat oder öffentlich oder als ein Mediengast vor den Lautsprechern und Bildschirmen, der niemandem mehr persönlich und leibhaftig zu Gast ist. Auch Tiere, Götter, Dämonen scheinen als Gäste vorübergehend zu verweilen. Dieser weltweite Gast kennt zudem keine Verneinung: im Unterschied zu ‘Ungeist’ oder ‘Unmensch’ hat sich kein ‘Ungast’ gebildet, denn das ‘Ungastliche’ verneint die Gastfreundschaft, nicht die Gastlichkeit überhaupt. Und im Unterschied zu Gottheiten gilt der Gast schlechthin als eine endliche Erscheinung, ohne doch aufzuhören wiederzukehren.

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Vorwort
I. Spuren des Gastes

1. Der Gast selbst
2. Die Verhüllung des Gastes
3. Die gastliche Distanz
4. Ein Abriß

II. Zu-Gast-Sein

1. Begegnungen
2. Die Einladung und das Gesetz der Gastlichkeit
3. Der gastliche Austausch
4. Der Gastgeber
4. 1. Die Gastlichkeit des Wohnens
4. 2. Der Gebende und der Empfangende
5. Das Gastgeschenk
6. Das Empfangen selbst
7. Syn-diabolon oder die Sprache des Gastes
8. Vom Landesgast zum globalen Gast:

Strategien seiner Identifizierung
9. Der öffentliche Gast

III. Der poetisch weltweite Gast

IV. Mediengäste

1. Den Botschaften zu Gast?
2. Die Gastlichkeit des Neuen
3. Vor-Gaben vergangener Gastlichkeit
4. Das Einfinden in das gastliche Milieu der Empfindungen
4. 1. Sinnlichkeit
4. 2. Exkurs: Die philosophische Rede über ‘Empfindung’
4. 3. Das Milieu selbst
5. Der gastliche Sinn des Anblicks
6. Wortlaut und Anstimmung
6. 1. Der gastliche Sinn des Schalls
6. 2. Der Wortlaut
6. 3. Die Wendigkeit der Worte
6. 4. Exkurs: Abschied vom Zeichenträger
6. 5. Die Gastlichkeit der Anklänge und Zu-Stimmungen
7. Die ‘Entmittung’ der Medien
7. 1.Spiegelungen und Bilder
7. 2. Zu nächst?
7. 3. Von den Gästen der Medien zu den Gästen des Geräts

V. Ein vorübergehender Gast: das Subjekt

1. Ich selbst bin Gast
1. 1. Ich bin niemandes Gast
1. 2. Bin ich ein ‘göttliches Tier’?
2. Von der unsterblichen Seele zum Tod des Subjekts
2. 1. Das Rätsel des Wurfes
2. 2. Dekonstruktion der Seele und Aufstieg des absoluten Subjekts
2. 2. 1. René Descartes und der Abgrund des Ich
2. 2. 2. Aufbruch zur Monadologie: Spinoza, Leibniz, Wolff
2. 2. 3. Kant und die Endlichkeit des Subjekts
2. 2. 3. 1. Eine Grundentscheidung
2. 2. 3. 2. Das faktische Dasein
2. 2. 3. 3. Erscheinung meiner selbst
2. 2. 3. 4. Paralogische Bestimmungen des Ich
2. 2. 3. 5. Das transzendentale Subjekt und seine Paralyse
2. 2. 4. Der Phönix des absoluten Subjekts: Reinhold, Fichte, Schelling, Hegel
2. 2. 4. 1. Reinhold
2. 2. 4. 2. Fichte
2. 2. 4. 3. Hegel
2. 3. Das verwaiste Subjekt
2. 3. 1. Die Entgöttlichung des Subjekts: Kierkegaard, Schopenhauer, Feuerbach, Stirner, Nietzsche
2. 3. 2. Das Subjekt der Psychologie: von Herbarth zu Lipps, von Freud zu Lacan und Badiou
2. 3. 2. 1. Von Hebarth zu Lipps
2. 3. 2. 2. Von Freud zu Lacan und Badiou
2. 4. Vorübergehende Rettung des Subjekts durch die Phänomenologie: Husserl, Heidegger, Jaspers, Sartre, Merleau-Ponty
2. 4. 1. Husserl
2. 4. 2. Heidegger
2. 4. 3. Jaspers
2. 4. 4. Sartre
2. 4. 5. Merleau-Ponty
2. 5. Die langsame Beerdigung des Subjekts
2. 5. 1. Erkenntnislücken: Strawson, Popper
2. 5. 2. Von den Bruchstücken der Tradition zum Funktionalismus: Castaneda, Nagel, Searle, Dennett u. a.
2. 5. 3. Durchstreichung der Selbstwahrnehmung: James, Wittgenstein, Ryle
2. 5. 4. Das Netz der Neuronen, ihre Sprachspiele und die Zombies: Rorty, Davidson, Papineau, Churchland u. a.

VI. Die Anwesenheit des Gastes selbst

1. Die eigene Person als Gast
1. 1. ‘Ich’ in der Bedeutung ‘das Meine’
1. 2. ‘Ich’ als Mittelpunkt
1. 3. ‘Ich’: einfache Einheit?
1. 4. ‘Ich’ als Verhältnis ‘zu sich’ und zum Tod
2. Ich selbst als Gast
2. 1. Ich selbst außer allem Anderen
2. 2. Ich selbst und nichts Anderes
3. Vollendung und Offenheit
3. 1. Vom Bewußtsein zum gastlichen Dasein
3. 1. 1. Die Form und die Inhalte
3. 1. 2. Einsicht und Wissen
3. 1. 3. Wachheit
3. 1. 4. Schlechthin außen
3. 1. 5. Vom ‘Davor und Dahinter’ zum Phänomen der Begegnung selbst
3. 2. Die Vollendung gastlichen Daseins im Imaginären

Literaturliste

1. Literatur allgemein
2. Dichtung

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Idioma Alemán ● Formato PDF ● Páginas 339 ● ISBN 9783869455716 ● Tamaño de archivo 2.5 MB ● Editorial Traugott Bautz ● País DE ● Publicado 2012 ● Descargable 24 meses ● Divisa EUR ● ID 2605962 ● Protección de copia Adobe DRM
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